Von Evernote zu OneNote in unter 10 Sekunden

Zugegeben, der Titel hört sich reißerisch an, aber nicht wenige Evernote-User werden dieser Tage über den schnellen Umstieg auf ein anderes virtuelles Notizbuch nachdenken. Denn Evernote schränkt die Funktionalität des Basic-Kontos ein, um die User zu einem kostenpflichtigen Abo zu bewegen. Microsofts OneNote stellt hier eine in den Grundfunktionalitäten (noch) kostenfreie Alternative dar. Dabei geht der Umstieg relativ schnell von statten, vorausgesetzt man hat eine Windowsmaschine zur Hand.

Viele Evernote-User, die die Basicvariante nutzen, dürften nicht schlecht gestaunt haben, als sie eine E-Mail von Evernote erreichte, die darüber in Kenntnis setzt, dass nach 30 Tagen die Funktionen der Basic-Variante eingeschränkt werden.
Am schlimmsten wird es wohl die meisten treffen, dass sich Evernote Basic dann nur noch auf zwei Geräten nutzen lässt.
Ich nutze Evernote auf bis zu fünf Geräten um mir meine Notizen zu machen. Der Vorteil für mich war, dass ich so privates und geschäftliches vermengen konnte. Fällt mir also abends kurz vor’m schlafengehen noch etwas wichtiges zu einem Projekt ein, machte ich mir mit dem iPhone eine Notiz und hatte die morgens auf meinem Bürorechner synchronisiert.
Das Basic-Konto reicht vielen Usern im Grunde, die Funktionalitäten und den Umfang der Plus- oder Premium-Variante brauchen nicht alle.
Möchte man aber in Zukunft mehr als zwei Geräte mit Evernote nutzen, soll man zur kostenpflichtigen Plus-Variante wechseln.
Begründet wird der Schritt mit den Kosten für Programmpflege und Software-Entwicklung.
Die vollständige Begründung lässt sich hier auf der Webseite von Evernote nachlesen.
Wofür ich auch vollstes Verständnis habe, Entwicklung ist nunmal kostenaufwendig.

So mancher User wird sich auch über Alternativen Gedanken machen.
Microsoft OneNote „dümpelt“ schon ewig auf meinem Bürorechner, das Programm hat sich mit MS Office installiert.
Die MS Surface-Fraktion meiner Kollegen schwört auf OneNote, als Evernoter wurde ich in letzter Zeit immer milde belächelt.
Also habe ich mir das Programm heute mal angeschaut.
MS OneNote
Ja, man könnte damit bestimmt auch arbeiten.
Die GUI ist gar nicht mal so übel und wenig microsoftig.
Außerdem gibt es OneNote mittlerweile für Windows, OS X, iOS und Android.
Darüber hinaus bietet Microsoft eine kleine App namens OneNote Importer an, welche die Notizen aus Evernote nach OneNote migrieren kann. Voraussetzung ist aber, dass man einen Rechner mit mindestens Windows 7 zur Hand hat.
OneNote Importer
Ein Windows, das unter einer Virtualisierungssoftware wie Parallels läuft, tut es aber auch.

Ob es bei OneNote bleibt – ich werde mir das Programm jetzt mal intensiv anschauen.
Dass die Migration schon mal „on the fly“ geklappt hat stimmt mich schon mal positiv, und meine erste „Schreibsession“ gestern abend war auch recht vielversprechend.

Hier der Link zur Downloadseite von MS OneNote.

Mit welcher Software organisiert Ihr Euch und Eure Notizen?

Heiko

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Hallo Jörn,

      ein einfacher Kalender würde mir dann doch nicht reichen 🙂

      Ab und an umfassen meine Notizen auch mal längere Textfragmente oder ich muss einen Screenshot/Foto anheften, in dem ich dann bestenfalls auch noch rummalen oder mit Anmerkungen versehen kann.

  1. Die einfache Notizen App von Apple ist super. Man kann Notizen mittlerweile mit Passwort bzw. ID schützen, sie werden stets auf allen Devices (egal wieviele) synchronisiert und auch handgeschriebenes oder Fotos lassen sich (mittlerweile) einbetten. Wenn es mehr sein soll: Pages und dann das Dokumente in der Cloud speichern. Somit ist es auch auf allen Devices synchron.

    • Hallo Markus,
      Apples Notizen wäre natürlich naheliegend gewesen, da ich aber zur Zeit beruflich ab und an auf Windows unterwegs bin und in Zukunft vermehrt sein muss (ERP-Systemumstellung) suche ich ganz gezielt nach einer Cross-Plattform-Lösung.
      Unter Windows gäbe es natürlich die Möglichkeit, iCloud in der Browserbasierten Version zu nutzen, dass ist mir aber zu ungelenk.

      Viele Grüße,

      Heiko

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