Test: Native Instruments Studio Drummer

Test: Native Instruments Studio Drummer
Mit dem Studio Drummer veröffentlicht Native Instruments nach den Abbey Road Drums nun ein komplettes Drum Studio in Form eines Komplete Instruments, dass nicht nur Sounds und authentische Effekte liefert, sondern auch die passenden Beats und Rhythmen, in Midi-Files gehämmert. Denn no riff , no fun, aber ohne Groove nix los!

So oder so ähnlich gestaltet sich das musikalische Geschehen in der populären Musik, denn ohne den passenden rhythmischen Unterbau braucht man in der Regel mit den eigenen musikalischen Kreationen nicht das Licht der Öffentlichkeit zu suchen, egal ob man sich nun in rockigen Gefilden bewegt oder eher Hip Hop- oder Electrolastig orientiert ist. Die Hip Hop und Electro-Fraktion sind da natürlich irgendwo im Vorteil, schließlich sind Beats und Sounds hier eher maschinenorientiert. Wer aber Naturschlagzeug für seine Produktionen braucht, sah in der Vergangenheit oft in die Röhre. Test Native Instruments Studio Drummer
Denn nicht jeder ambitionierte Metaller kann im heimischen Schlafzimmer ein amtliches Metal-Kit recorden, und Heavy-Mucke mit 808-Bassdrum mag auch nicht so recht klingen. Im Test haben wir heute Native Instruments Studio Drummer, eine Sound- und Groovemaschine.

Plugins wie die Abbey Road 60s-, 70s-, 80s-, und Modern Drums von Native Instruments sorgten hier natürlich soundtechnisch schon für eine gewaltige Aufwertung, verglichen mit den herkömmlichen Drummies und ihren synthetischen Sounds.

Lese ich aber mal so in den gängigen Bassisten- und Gitarristenforen quer, so kommt dort im reglemäßigen Abständen immer wieder das gleiche Thema in Form wiederkehrender Threads hoch: wie programmiert man Grooves, die nach „richtigem“ Drummer aus Fleisch und Blut und eben nicht nach maschinellem Getrommel klingen? Die Sounds allein machen es also noch nicht allein, vielmehr muss man auch anfangen zu denken wie ein Drummer.

Der Studio Drummer nimmt einem diese, zugegebenermaßen sehr frickelige Denke ab, kommt er doch nicht nur mit den Sounds von 3 kompletten Drum Kits, sondern auch mit einigen hundert Rhythmen und Grooves, mit denen man out of the box arbeiten kann.

 

Wie bei den Abbey Road Drums haben Native Instruments auch bei diesem Komplete Instrument auf passende Kombinationen von Drum Kit, Mikrofonen, Mischpult und Aufnahmemedium Wert gelegt, um ein möglichst authentisches Sounderlebnis zu gewährleisten.

Zur korrekten Funktion des Instrumentes bedarf es auf jeden Fall der Version 5 des Kontakt Players oder des Kontakt Samplers.

Mächtig ist auch dieses Mal der Download, knapp 7 GB Datenmaterial bringen die Leitung zum Glühen. Zum Glück hält die Verbindung zum NI Download-Server, denn es dauert bei mir fast 2 Stunden, bis das Instrument auf meinem Rechner ist. Zu erwähnen bleibt noch, dass sich das Mac OS X-Image nicht auf FAT32-formatierte Festplatten speichern lässt. Bei der PC Variante gibt es zwei Files, die man sich ziehen muss. Danach sollte man beim Download für ein Backup sorgen und die Images an einem sicheren Ort speichern, falls man sein System mal neu aufsetzen muss.

Alternativ bietet Native Instruments den Studio Drummer aber auch in einer boxed Version an.

Installation

Entsprechend nimmt auch dieses Mal, wie schon bei anderen Drum Plugins, die Installation mehr Zeit in Anspruch, als man dies sonst bei Komplete-Instrumenten gewohnt ist. Aber natürlich läuft alles zuverlässig und in perfekter Manier.

Autorisation

Auch hier geht wieder alles wie gewohnt über das NI Service Center. Aus einer Gewohnheit heraus starte ich den Kontakt Player nach einer frischen Installation immer erst mal im Standalone-Modus und verbinde mich dann über den Activate-Button des frischen Plugins zum NI  Service Center. Macht auch immer mal Sinn, hier gleich nach Updates für andere NI Produkte zu schauen.

Drum Kits

Bei den Kits hat man aus dem besten gefischt, was der Schlagzeugbau in den letzten Jahren hervorgebracht hat. In der Summe stehen drei komplette Kits mit Bass Drum, zwei Snare-Drums, Toms, Becken und unterschiedlichen Percussionkomponenten zur Auswahl, die sich klanglich durchaus unterscheiden.

Für das Stadion Kit wurde das Pearl Masters Premium Maple Kit gesampelt, welches sich aus folgenden Elementen zusammensetzt:

• 22″ x 18″ Pearl Masters Premium Maple Bass Drum

• 14″ x 7″ Sonor Hilite Maple Snare

• 14″ x 8″ Masshoff Drums Big Chief Steel Cast Snare

• 15″ Masterwork Jazz Master Hi-hat

• Pearl Masters Premium Maple Toms

• 18″ Masterwork Custom Crash

• 20″ Masterwork Custom Crash

• Masterwork Jazz Master Ride

• 18″ Sabian HHX Chinese

• 10″ Zildjian K Splash

• Tambourine, Sticks, Cowbell und Handclaps

Tommy Lee, Jeff Porcare oder Dennis Chambers spielen Pearl Drums, somit dürfte es keine Schwierigkeiten bereiten, sich eine klangliche Vorstellung von dem Kit zu machen.

Für das Session Kit konnte es eigentlich auch nur eine Alternative geben, dass Yamaha Maple Custom Kit, ein Standard in den Aufnahmestudios über den ganzen Globus.

Im einzelnen besteht das Kit aus folgenden Elementen:

• 22″ x 16″ Yamaha Maple Custom Absolute Bass Drum

• 14″ x 6.5″ Masshoff Drums Avalon Steel Cast Snare

• 13″ x 5″ Mapex Black Panther Maple Snare

• 15″ Masterwork Iris Hi-hat

• Yamaha Maple Custom Absolute Toms

• 17″ Masterwork Iris Crash

• 18″ Masterwork Iris Crash

• 20″ Masterwork Custom Pointer Ride

• 20″ Masterwork Iris China

• 10″ Masterwork Iris Splash

• Tambourine, Sticks, Cowbell und Handclaps

Für das Garage Kit nahm sich ein Sonor SQ2 Drum Kit als Quelle, welches sich aus den folgenden Elementen zusammensetzt:

• 22″ x 20″ Sonor SQ2 Drum System Bass Drum

• 14″ x 5.5″ Masshoff Drums Poinciana Steel Cast Snare

• 14″ x 6.5″ Ludwig Classic Maple Snare

• 16″ Paiste Twenty Medium Light Hi-hat

• Sonor SQ2 Drum System Toms

• 16″ Paiste Dark Energy Crash

• 18″ Paiste Dark Energy Crash

• Masterwork Natural Ride

• 18″ Masterwork Resonant China

• 9″ Masterwork Resonant Splash

• Tambourine, Sticks, Cowbell und Handclaps

 

Interface

Öffnet man eines der Drum Kits in Kontakt 5, so zeigt sich das gewohnt aufgeräumte Bild, welches alle Komplete Instrumente auszeichnet.

In vier Ebenen teilt sich die Oberfläche des Studio Drummers:

Kit, Mixer, Grooves und Options.

Wer schon mit den Abbey Road Drums gearbeitet hat, dem kommt die Kit-Ansicht wohlig vertraut vor, sieht man hier doch eine fotorealistische Darstellung des Schlagzeugs aus der Drummerperspektive, also von hinterm Kit. Die einzelnen Kessel und Cymbals, sowie die Percussions lassen sich natürlich via angeschlossenem Keyboard oder Drumpad triggern oder aus dem Sequenzer ansteuern, wenn man den Studio Drummer als Plugin verwendet.

Neu ist, dass man via Drop Down Menü die einzelnen Elemente auswählen kann und Parameter wie Overhead Mix, Room Mix, die Stimmung, Attack, Hold und Decay direkt hier einstellen kann.

 

Der Mixer sieht SSLiger aus, im Gegensatz zu den EMI-Mischern aus den Abbey Road Drums präsentiert sich die Mischoberfläche im edlem Silberlook.

Die Kanalzüge sind in Close Mics, Kit Mics und Busses aufgeteilt. Die Close Mics sind natürlich die direkt an den Kesseln und Becken, die Kit Mics unterteilen sich dann in Overheads in stereo und Raummikrofone und auf den Bussen laufen die Signale auf.

Zunächst mag man vielleicht enttäuscht sein, dass der Mixer auf der ersten Oberfläche nur Send, Pan und den Fader anbietet, über die Reiter unten bekommen wir aber Zugriff auf EQ, Solid Bus Compressor, Transient Master, Tape Saturator und den Faltungshall samt Impulsantworten. Native Instruments spendiert uns hier Effekte aus der Solid Mix Series, die zeigen, dass man sich in Berlin eben nicht nur auf Instrumente versteht, sondern auch auf Effekte. EQ, Transienten Tool, Compressor und Tape Saturator lassen sich jeweils für jedes Instrument separat einregeln.

Der Solid G-EQ arbeitet mit zwei vollparametrischen Mittenbändern sowie semiparametrischen Höhen und Bässen, die sich aber auch auf Glockencharakterisitk schalten lassen, wenn dies gewünscht ist.

Transienten Tools haben sich seit einigen Jahren zu den Geheimnissen in Sachen druckvollem und transparentem Drumsound entwickelt, kaum noch eine amtliche Produktion kommt ohne diese aus.

So hat auch der Studio Drummer den Transient Master mit an Bord, der sich mit den drei Parametern Input, Attack und Sustain ähnlich einfach bedienen lässt wie der Transient Designer von SPL etwa.

Auch der Solid Bus Compressor zeigt zweckmäßige Parameter, ist von seiner Klangcharaktistik aber auf Drumsounds angepasst. Schön finde ich den Dry/Wet-Regler, welcher sich kreativ einsetzen lässt. So kann es durchaus Sinn machen, z.B. eine Snare über die Maßen über zu komprimieren, so dass man eigentlich schon im Bereich jenseits von Gut und Böse ist, diese dann aber nur dem Originalsignal hinzu zu mischen. Sozusagen dass beste aus beiden Welten.

Der Tape Saturator ist ein Bandsättigungseffekt, mit dem sich die klanglichen Eigenheiten von analogen Bandmaschinen nachbilden lassen.

Gain regelt hierbei den Eingangspegel, hier gilt je mehr Gas umso mehr Zerr.

Warmth wirkt auf die Obertonstruktur des Signals.

Aber weshalb sollte man den Frequenzgang von 20 KHz auf 12 KHz beschränken? Nun, in der Analogzeit galt die Regel, dass man die Bass Drum z.b. auf Randspuren aufnimmt, da pegelstarke Signale wie eine Bass Drum auch gerne mal übersprechen, hier das Band aber auch die ersten Ermüdungserscheinungen zeigt, was sich auch in einem eingeschränkten Frequenzgang bemerkbar macht.

Im Settingsbereich lässt sich die FX-Reihenfolge bearbeiten, insgesamt haben wir vier verschiedene Kombinationen zur Auswahl.

Für die Bass Drum lässt sich das Verhältnis aus In Mic, Out Mic und Sub Mic regeln. Bei dem Sub Mic handelt es sich um das Yamaha Subkick Dynamic Mikrofon,  die Geheimwaffe für satte, fette Bass Drums. Ursprünglich hat man dieses Mikrofon mal aus dem Lautpsrecherchassis eines NS-10 Lautsprechers gebastelt, mittlerweile hat Yamaha die Technik in einen 7-schichtigen 10″x5″ Birken/Mahagoni Kessel gepackt, der entfernt an eine Snare Drum erinnert. Dieses Mikrofon stellt man nun vor die Bass Drum, in Kombination mit einem konventionellen Mikrofon ergeben sich so kraftvolle und knackige Bass-Drum Sounds.

Bei der Snare haben wir Top Mic, Bottom Mic und Snare Bleed zur Auswahl. Snare Bleed regelt, wie viel gewollte Übersprecher man mit dem Snare Bottom Mikrofon mitnimmt. Mit dem Snare Bottom-Mikrofon wird  der Snare-Teppich aufgenommen, um diesen variabel zuregeln zu können. Da aber auch z. B. die Bass Drum in der Nähe des Mikros ist, nimmt dieses unweigerlich auch andere Signalanteile auf. Gaten macht keinen Sinn, denn der Sound des Snareteppichs ist bei weitem nicht so definiert wie der an der Oberseite. Bis zu einem gewissen Grad sind diese Übersprecher aber auch charakteristisch für Natur-Drums, und in der Praxis wird man das Mikrofon wohl solange hin- und herschieben, bis man für sich den passenden Sound aus Teppichrasseln und Bleed gefunden hat. Beim Studio Drummer dreht man am Snare Bleed Button.

Auch die Reverb-Abteilung bietet den typischen Raumcharakteristika Studios, Chambers, Halls, Plates und Springs die üblichen praxistauglichen Wahlmöglichekiten. Die Impulsantworten bieten unterschiedliche Nachhallzeiten, sind zwar nicht so reichhaltig gesät wie bei hauptamtlichen Hallgeräten, reichen aber durchaus aus und vor allem: sie klingen musikalisch und gut!

Options ist die große Zufalls-Page, hier kann man den Output des Studio Drummers humanizen. Ein Drummer aus Fleisch und Blut, und sei er noch so gut, wird das Fell auf zwei aufeinander folgenden Schlägen nie zweimal gleich treffen, zu groß sind hier die unterschiedlichen Möglichkeiten. So ist es sehr wahrscheinlich, dass die Stärke des Schlags, der Winkel von Stick zu Fell und dadurch der Punkt, an dem das Fell getroffen wird, variieren. Triggert man nun immer nur stur das gleiche Sample, stellt sich unweigerlich ein mechanischer Effekt ein, der so gar nicht menschlich klingt. All dem kann man hier durch die Zugabe leichter Variationen vorbeugen.

In der Velocity Area lässt sich bestimmen, wie das Plugin auf eingehende Velocitywerte reagieren soll und wie diese in Pegelwerte umgesetzt werden.

Das Geheimnis eines guten Drummers in der Realität ist immer noch sein facettenreiches Spiel, der Aspekt, den der Mensch noch immer jeder Maschine voraus hat. Will man also einen natürlichen Sound abbilden, muss man genau hier ansetzen. Studio Drummer tut dies mit einer reichhaltigen Auswahl an Artikulationen, aus denen man sich bedienen kann.

Durch Midi-Mapping ergeben sich vielfältige Einstellungsmöglichkeiten,  was sehr nützlich ist, wenn man Midi-Zuweisungen auf das Spielen eines Schlagzeugs mit einem MIDI-Keyboard oder einem anderen Eingabeinstrument abstimmen möchte.

Grooves

Der Groove-Buton bringt uns in den Browser, in dem die Rhythmen des Studio Drummers organisiert sind. Zur besseren Übersicht hat man die Grooves in verschiedenen Stilistiken unterteilt, die da wären: Ballad, Country & Blues, Funk, Indie, Jazz, Metal, Pop und Rock.

Für jedes Genre gibt es unterschiedliche Patterns in verschiedenen Variationen. Diese lassen sich weiter editieren, so dass sich unzählige Variatnten ergeben. So lässt sich das Gridmuster in Viertel, Achtel, Sechzehntel, usw. unterteilen, ebenso lässt sich das Verhalten des virtuellen Drummers über den Tightness-Regler anpassen.  Auf Rechtsanschlag haben wir den typischen Maschinencharakter, links wird der Ausdruck eher Laidback. Swing liefert eine rhythmische Verschiebung in den ternären Bereich.

Mit der Tempo-Funktion lässt sich das Grundfeeling entweder verdoppeln oder halbieren, was sich im Songwritingprozess mitunter als sehr hilfreich erweist, wenn man verschiedene Varianten durchlaufen lassen möchte.

Die Groovepatterns lassen sich entweder direkt aus dem Studio Drummer heraus abspielen, was ganz nützlich ist, wenn man einfach eine Runde üben möchte. Ich schnall mir öfter mal einfach für eine Viertelstunde meinen Bass um, starte einen Groove im Studio Drummer und jamme eine Runde. Aber natürlich funktionieren die Grooves auch in einem Host Sequenzer, hierfür muss man einfach die Files vom Studio Drummer in das Arrangment Window von z.B. Logic oder Live ziehen oder die Files aus dem Studio Drummer-Ordner importieren.

Einfach und kein großer Streß.

Sound:

Die Sounds des Studio Drummers sind beeindruckend gut gelungen und eignen sich für eine Vielzahl unterschiedlicher Stilistiken. Die Klänge sind hochwertig aufgenommen und gesampelt, klingen druckvoll und aussagekräftig. Die unterschiedlichen Klangcharakteristika der Kits sind eindeutig wahrnehmbar, die Auswahl passt für mich, auch wenn ich das Pearl- und Yamaha-Kit in der Regel dem Sonor verziehe. Aber das mag nur mein eigener Geschmack sein.

Das Pearl Kit nutze ich vornehmlich für Hard Rock und Metal, dafür ist es auf Grund der klanglichen Ausrichtung der Bass Drum und der Toms prädestiniert. Die Bass Drum klingt sagt und voll, die Toms kommen definiert und knackig auf den Punkt. Bei den beiden Snares kommt   die 14″ x 8″ Masshoff Drums Big Chief Steel Cast Snare Drum meinen klanglichen Idealen sehr entgegen.

Hier ein Soundbeispiel des Pearl Kits mit der Masshoff-Snare.

[audio:http://apfelwahn.de/heiko/files/2011/10/Studio-Drummer_Sound1.mp3|titles=Studio Drummer Sound1]

Zum Vergleich das gleiche Kit mit der Sonor Hilite Maple Snare.

[audio:http://apfelwahn.de/heiko/files/2011/10/Studio-Drummer_Sound2.mp3|titles=Studio Drummer_Sound2]

Hören wir nun beim Session Kit von Yamaha rein.  Dieses klingt von seinem Grundcharakter her etwas offener und dynamischer, eignet sich eher für filigranes Spiel mit differenzierten Zwischentönen.

Hier zunächst mit einer 14″ x 6.5″ Masshoff Drums Avalon Steel Cast Snare.

[audio:http://apfelwahn.de/heiko/files/2011/10/Studio-Drummer_Sound3.mp3|titles=Studio Drummer_Sound3]

Im folgenden Beipsiel hört ihr wieder das Yamaha Kit mit einer 13″ x 5″ Mapex Black Panther Maple Snare, die knalliger klingt.

[audio:http://apfelwahn.de/heiko/files/2011/10/Studio-Drummer_Sound4.mp3|titles=Studio Drummer_Sound4]

Kommen wir zum Sonor SQ2 Kit.

Dieses klingt sehr kurz aus, eignet sich somit in meinen Augen hervorragend z.B. für Punk und Hardcore, also Stilistiken, bei denen es in der Regel etwas derber zugeht und bei denen Drummer eh gerne mit Dämpfung arbeiten, also die Decke in der Bass Drum und die Toms mit Gaffa abgeklebt.

Ein Kit, welches zu sehr nachschwingt und mit Obertönen um sich wirft, wirkt hier in der Regel eher störend, man braucht kurze, prägnante Signale. Und die bringt dieses Sonor SQ2.

Hier das Sonor mit einer 14″ x 5.5″ Masshoff Drums Poinciana Steel Cast Snare.

[audio:http://apfelwahn.de/heiko/files/2011/10/Studio-Drummer_Sound5.mp3|titles=Studio Drummer_Sound5]

Und zum Vergleich das gleiche Kit mit einer 14″ x 6.5″ Ludwig Classic Maple Snare.

[audio:http://apfelwahn.de/heiko/files/2011/10/Studio-Drummer_Sound6.mp3|titles=Studio Drummer_Sound6]

Fazit:

Am Studio Drummer gibt es nichts zu meckern, soviel steht für mich nach dem Test fest. Die Idee ist sehr gut realisiert worden und zeigt, dass man bei Native Instruments immer versucht, dem Markt einen Schritt voraus zu sein. Natürlich gibt es reichlich Mitbewerber, aber selten klang ein Drum Plug-ins so gut wie der Studio Drummer. Die Drum Kits sind sehr gut gesampelt, in Kombination mit  der FX-Sektion ergeben sich druckvolle und transparente Sounds. Vor allem die Masshoff-Snares haben mich sehr überzeugt. Die Grooves sind ebenfalls gut eingespielt und verleihen dem Studio Drummer eine gehörige Dosis eines „richtigen“ Drummers. Vielleicht ließen sich der Studio Drummer noch mit den Sounds der Abbey Road Drums für die Zukunft erweitern? Wäre so ein kleiner Wunsch von mir. Trotzdem, schon so ist der Studio Drummer eine runde Sache und ein Rdaktionstipp!

Für alle, die sich für die Geschichten hinter der Sache interessieren, gibt es ein interessantes Video über das Making Of… von Studio Drummer.

Heiko Wallauer

Studio Drummer von Native Instruments

Systemvoraussetzungen Mac OS X
Kontakt 5 Player, oder Kontakt 5

Systemvoraussetzungen Windows
Kontakt 5 Player, oder Kontakt 5

Preis: 149 Euro

Schreibe einen Kommentar