Test: Native Instruments Session Horns

Die Native Instruments Session Horns sind die samplegewordene, vielseitige und komfortabel spielbare Bläsersektion für Kontakt 5, die sich on the fly in eigenen Produktionen einsetzen lässt.
Posaune, Tenor-Saxofon und die zwei Trompeten der Native Instruments Session Horns wurden aufwendig gesampelt und liefern einen reichen, authentischen Sound, spielbar über jegliche Art von MIDI-Eingabegaräten.
Entstanden sind die Session Horns in einer Kollaboration von Native Instruments mit E-Instruments, und so zeigt dieses KONTAKT Instrument die einzigartige Smart Voice Split Funktion, um authentische Bläsersätze über ein Keyboard einzuspielen. Native Instruments verspricht dabei, dass sich auch ohne tiefgehende Erfahrungen in Satz und Harmonielehre authentische Bläserarrangements erstellen lassen.

Darüber hinaus hat man mit dem Riff Generator bei den Native Instruments Session Horns etwa eine sehr flexible Riffmaschine an Bord, mit dem sich knackig-scharfes Gebläse generieren lassen.

Der Sound der Native Instruments Session Horns ist auf jeden Fall eher konturiert-tranparent und modern, weshalb die Session Horns sich für eine Vielfalt von zeitgenössischen Genres eignen.

Installation und Autorisation

Native Instruments Session Horns wird, wie heute fast üblich, per Download und ist fast 5 GB schwer.

Entsprechend wenig umfangreich ist auch die Installation, für die man nicht so viel Zeit mitbringen muss, und der schnell innerhalb von Minuten geschehen ist. Zum Glück lässt sich aber trotzdem der Content auf einer externen Platte installieren, so dass man hier keine Gefahr läuft, sich seine Systemplatte zu befüllen. Das Plugin läuft im Konakt 5 Sampler, als VST, AU und RTAS. Natürlich lassen sich die Native Instruemnts Session Horns auch in der Standalone-Version Standaloneversiondes virtuellen Sammplers nutzen, z.B. im Live-Einsatz ohne Sequenzer oder DAW.

Die Autorisation erfolgt selbstredend über das NI Service Center. Hier kann man z.B. dann auch gleich schon mal schauen, ob eventuell schon Updates bereitstehen.

Interface:

Bestehend aus einer Posaune, einem Tenor-Saxofon und zwei Trompeten, wurde das Ensemble detailreich multigesampelt.
Spielen lässt sich entweder die ganze vierteilige Bläser-Abteilung oder aber es lassen sich nur zwei Trompeten, oder Saxofon und Posaune zusammen. Dies funktioniert entwder über die Auswahl von Presets oder man klickt in der GUI einfach die gewünschten oder nicht-ghewünschten Instrumente hinzu oder weg.

Und in der Tat, die Native Instruments Session Horns liefern überaus schnell Ergenisse, denn durch den einziartigen Smart Voice Split gesellt sich automatisch jeder Ton eines Akkords dem im Bläsersatz entsprechenden Instrument zu, ganz so wie dies auch ein professioneller Arrangeur auf dem Notenpapaier tun würde.

Drücken man z.B. zwei Tasten auf dem Keyboard dann teilen sich die Töne in zwei Register – Trompeten oben und Saxofon und Posaune in die tiefen Register.
Spielt man drei Tasten geht die Posaune automatisch ins tiefste Register..
Fügt man nun eine vierte Note hinzu führt die Posaune automatisch die Basslinie fort, während sich Saxofon und die zwei Trompeten auf die verbleibenden drei Register aufteilen.

Durch die Animator Funktion ergeben sich, unter Einbeziehung von Echtzeitcontrollern, sehr vielfältige Möglichkeiten on the fly mit den Session Horns zu jammen.
Durch den Sample Content ergibt sich so eine Basis von mehr um mehr als 170 flexibel spielbare Phrasen die sich immer wieder zu neuen Licks, Stabs oder Progressions kombinieren lassen.
So kann man mit der einen Hand Akkorde greifen, während man mit der andreren die Expressions verwaltet, ein Konzept, das Native Instruments schon bei anderen Komplete-Instrumenten umgesetzt hat.

Darüber hinaus lassen sich die Session Horns auf die ganz individuellen Bedürfnisse anpassen. So kann man auf Swing, Dynamic Range und das Microtiming Einfluss nehemen, darüber hinaus haben die Session Horns einen gut klingenden Faltungshall mit an Bord.

Soundbeispiele:

Das erste Beispiel demonstriert das Cuba Libre-Preset des Animators.

Oder doch lieber einen Mojito?

Wie auch immer der persönliche Geschmack gelagert ist, im Bereich Latin/kubansche Musik gefallen mir die Session Horns sehr gut.

Weiter geht es mit souligem Gerbläse aus dem Animator.

Pop wirkt eher unauffällig, das ist ja meist aber auch so gewünscht.

Dann hätten wir noch den Bereich Funk/NuJazz. Auch hier können die Native Instruments Session Horns gefallen

Und auch gepflegte Reaggea-Bläser kommen sehr authentisch rüber.

Hier die Smart Voice Split Funkiton mit der vollen Horn Section. Das Beipsiel habe ich mal für einen andere Produktion notiert, Native Instruments Session Horns weißt aber automatisch die Instumente „richtig“ zu.

Nochmals das gleiche Riff, wieder mit Smart Voice Split anders gesetzt.

Fazit:
Mit kanp unter 5 GB sind die Native Instruments Session Horns wahre Leichtgewichte unter den gesampelten Bläsern, die aber als Ensemble gut zusammenklingem. Am besten gefallen sie mir für Latin oder kubanische Musik und auch als Funk-Bläser machen sie eine gute Figur. Also immer da, wo es prägnant-kanckig und auf den Punkt klingen soll und muss.
Die 99 Euro, die für das Komplete Insrument fällig werden sind auf jeden Fall gut angelegt und bieten einen reellen Gegenwert.

Heiko Wallauer

Systemvorraussetzungen:
Windows oder Mac OS X,
Kostenloser KONTAKT 5 PLAYER oder KONTAKT 5
Preis: 99 Euro

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