Test: Native Instruments Enhanced EQ

Mit dem Native Instruments Enhanced EQ geht unsere Testreihe zur Premium Tube Series in die zweite Runde. Heute werden wir uns einen der beiden Entzerrer anschauen. Wie auch schon der Vari Camp wurde der Native Instruments Enhanced EQ in Zusammenarbeit mit den Schweden von Softube entwickelt, die sich auf unglaublich präzise virtuelle Nachbildungen klassischer Studio Geräte spezialisiert haben.

Wie auch schon beim Vari Comp gelten auch beim Native Instruments Enhanced EQ die gleichen Vorraussetzungen für Installation und Autorisation.

Installation und Authorisation
Der Download ist auch hier mit wenigen MB ziemlich schnell von statten gegangen, der Native Instruments Enhanced EQ läuft plattformübergreifend unter OS X und Windows als Audio Unit, VST, RTAS und AAX unter jedem zur Verfügung stehenden Plugin-Host.
Autorisiert wird wieder über das NI Service Center, dazu startet man das Plugin in der DAW und klickt dann den Activate Button. Automatisch öffnet sich (Internetzugang vorausgesetzt) das NI Service Center und nach Eingabe der Seriennummer ist man schon bereit.

Interface
Der Native Instruments Enhanced EQ arbeitet mit drei Frequenzbändern, jedes mit eigenen, ganz speziellen Einstellungsmöglichkeiten.

Low Frequency Shelf
Der Frequenz-Bereich auf der linken Seite der Benutzeroberfläche enthält die Bedienelemente für die niederfrequenten Register:
▪ Low Frequency: wählt die Ausgangsfrequenz.
▪ Boost: steuert die Amplitudenerhöhung
▪ Cut: hier regelt man die Dämpfung der Amplitude

Man kann sowohl Boost und Cut zur gleichen Zeit verwenden, den statt sich gegenseitig aufzuheben, interagieren die beiden Regler miteinander, liegen die Centerfrequenzen doch etwas auseinander.
Kommt einem vielleicht bekannt vor was der Native Instruments EQ hier macht, Pultec EQs arbeiten nach dem gleichen Regelprinzip.

High Frequency
In der Mitte liegen die Regelelemente für das High Frequency Band.
Der Filter hier arbeitet wie ein Bell-EQ:
▪ High Frequency: Wählt die Centerfrequenz.
▪ Boost: regelt die Amplitude
▪ Bandwith: Dieser Regler steuert die Güte der EQ-Glocke.

High Cut
Mit nur zwei Reglern ist der High Cut Bereich praxistauglich spartanisch bestückt.
▪ Frequenz: Der oberste Knopf wählt die Ausgangsfrequenz
▪ Cut: steuert die Amplitude der EQ-Kurve

Praxis
Der Native Instruments Enhanced EQ ist ein einfach zu bedienender Entzerrer, mit einem Touch analoger Wärme – also kein analytisch-direkter EQ, sondern eher ein Wohlklinger.
Spektualäre Frequnezverbiegungen beherrscht er aber geanuso wie subtile Klangkorrekturen auf Boutique-Studio-Standard.
Der Native Instruments Enhanced EQ bringt Wärme, Fülle und Definition im unteren Frequenzbereich, beherrscht aber auch Durchsetzungskräftige Hochmitten und seidige Höhen.
Der EQ eignet sich im Insert sowohl für perkussive Elemente, Saiteninstrumente, aber auch für edlen Gesang. Mit einem entsrpechend hochwertigen Mikrofon erzielt man so schnell aussagekräftige und schön klingende Ergebnisse.

Soundbeispiele

Im folgenden demonstrieren wir den Einsatz des Enhanced EQs mit einer Kick Drum und Bass.

Zunächst die Kick unbearbeitet.

[audio:https://www.cityguidefordogs.de/wp-content/uploads/2012/10/Native-Instruments-Enhanced-EQ-Bsp-1-Bypass.mp3|titles=Native Instruments Enhanced EQ Bsp 1 Bypass]

Beim folgenden Beispiel habe ich den Native Instruments Enhanced EQ ähnlich dem Bass Drum Trick eines Pultec EQS eingestellt. Die Bassfrequenz setze ich bei 30 Hz, Cut und Boost habe ich dann gleichermaßen voll rein bzw. raus gefahren.
[audio:https://www.straycatstrat.de/wp-content/uploads/2012/10/Native-Instruments-Enhanced-EQ-Bsp-2-Bass-Drum-trick-1.mp3|titles=Native Instruments Enhanced EQ Bsp 2 Bass Drum trick]

Mit einem Boost bei 4KHz klingt die Bass Drum nun schön nach Heavy Metal.
[audio:https://www.straycatstrat.de/wp-content/uploads/2012/10/Native-Instruments-Enhanced-EQ-Bsp-23Bass-Drum-Metal.mp3]

Und nun drehen wir noch einen schönen Bass Rolloff in den oberen Frequenzen mit rein.
[audio:https://www.straycatstrat.de/wp-content/uploads/2012/10/Native-Instruments-Enhanced-EQ-Bsp-24Bass-Roll-Off-1.mp3]

Ein Slap Bass ohne Bearbeitung.
[audio:https://www.straycatstrat.de/wp-content/uploads/2012/10/Native-Instruments-Enhanced-EQ-Bsp-25Bass-Baypss-1.mp3|titles=Native Instruments Enhanced EQ Bsp 25Bass Baypss]

Mit dem Native Instruments Enhanced EQ lässt sich sowohl ein moderner Slap-Sound equen.
[audio:https://www.straycatstrat.de/wp-content/uploads/2012/10/Native-Instruments-Enhanced-EQ-Bsp-26Bass-Slap.mp3|titles=Native Instruments Enhanced EQ Bsp 26Bass Slap]

Aber auch ein vintagemäßiger Funksound ist schnell eingestellt.

[audio:https://www.cityguidefordogs.de/wp-content/uploads/2012/10/Native-Instruments-Enhanced-EQ-Bsp-27Bass-Vinatge-Slap.mp3|titles=Native Instruments Enhanced EQ Bsp 27Bass Vinatge Slap]

Fazit
Der Native Instruemnts Enhanced EQ ist ein kleiner, feiner Equalizer, der sehr hochwertig und angenehm klingt. Einfach in der Bedienung überzeugt der Native Instruments Enhanced EQ durch einen edlen Grundsound, der sich als wahrer Klangveredler entpuppt. Der Native Instruemnts Enhanced EQ ist mit 69 Euro auch mejr als günstig im Preis und wird damit zur klaren Empfehlung!
Heiko Wallauer

Systemanforderungen
KOMPLETE Effekt
Jeder Host / DAW als Plug-In in den Formaten AU, VST, RTAS, AAX.
Mac OS X 10.6 or 10.7 (neuestes Update), Intel Core Duo, 2 GB RAM
Windows 7 (neuestes Service Pack, 32/64 Bit), Intel Core Duo oder AMD Athlon 64 X2, 2 GB RAM

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