Test: Harley Benton British TrueTone

Beim Harley Benton British TrueTone-Pedal handelt es sich um ein Overdrive/Distortionpdal mit integrierter Ampsimulation auf analoger Basis. Das Konzeot ist mit Sicherheit nicht neu, bemerkenswert ist aber, in welchen Preisregionen sich das Pedal bewegt.


Denn rufen die amerikansichen Gründungsväter des analogen Ampmodellings, Tech21 aus New York ca. 180 Euro für ihre Character-Pedale auf, so wird bei Harley Benton gerade mal ein sechstel, nämlich ca. 30 Euro fällig.
Grund genug also, doch mal ein oder zwei Ohren zu riskieren.
Den meisten ist bestimmt bekannt, Harley Benton ist eine der Hausmarken vom Musikhaus Thomann, unter dem OEM-Produkte, bevorzugt aus asiatischer Fertigung vertrieben werden.
Denn auch der British TrueTone ist keine Thomanneigenentwicklung – hält mn im WWW die Augen offen, begenet einem das pinke Pedal auch von anderen Anbietern, eben nur verschieden gelabelt.
Äußerlich macht das Pedal einen guten Eindruck, verpackt in einem soliden Metalgehäuse.
Soundmäßig geht es klar Richtung Marshall, das Pedal deckt eine Bandbreite zwischen Bluesbreaker, Plexi bis zum JCM 800 ab.

Bei den folgenden Videos wurde der British TrueTone direkt ins Audio Interfacce gespielt und in Presonus Studio One 2 aufgenommen, auf eine weitere Bearbeitung wurde verzichtet, lediglich ein dezenter Reverb kam hinzu.

Hier hören wir den British TrueTune im Bluesbreaker-Style.

Etwas heftiger sind da schon die JCM800-Sounds.

Aber auch den Van Halen-mäßigen Brownsound kann der British TruTune bedienen.

Fazit:
Der British TrueTune ist ein verlässliches Pedal, das sowohl vor dem Amp wie auch als DI/Recording-Device eine gute Figur macht. Soundtechnisch deckt es eine große Bandbreite ab liefert reichhaltige Sounds im Marshallgewand.
Im Internet kritisieren einige User das Rauschverhalten bei hohen Gainsettings.
Ja, bei aufgedrehtem Gain-Poti rauscht das Pedal stärker, ein aufgerissener Marshall tut das aber auch.
Für 29 Euro eine klare Empfehlung an Gitarristen, die einen Marshallmäßigen Overdrive/Verzerrer, eine einfach zu handelnde Recordingbox oder Lebensversicherung für den nächsten Gig brauchen.

Heiko Wallauer

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