Test: Fender Squier Vintage Modified Precision Bass

Fender Squier Vintage Modified Precision Bass – ein langer Name für einen mehr als klassischen Bass. Denn was die Telecaster für die Gitarrenwelt, ist der Precision oder P-Bass für die Basser. Ein einfaches, rudimentäres Design, das seit den 50er Jahren des letzen Jahrhunderts entweder unverändert oder mit leichten Modifikationen gebaut wird. Das man für einen P-Basss nicht unbedignt ein Vermögen versenken muss, beweist Fender mit seiner Budget-Serie und dem Fender Squier Vintage Modified Precision Bass.

Denn so einfach das Design auch sein mag, der P-Bass erfreut sich durch die Bank weg ungebrochener Beliebtheit, egal ob bei Funkbassisten, Punkrockern, Metalbassisten oder in der Indie-Szene. Funk-Legenden wie James Jamerson und Roco Prestia, Paul Simonon von The Clash (man erinnere sich an das Plattencover von London Calling) oder Iron Maiden’s Steve Harris – alle assoziiert man mit dem Presicion und seinem charakteristischen Sound.

Der Fender Squier Vintage Modified Precision Bass orientiert sich dabei im Detail eher an den 70ern den am Pre CBS-P-Bass.

Der Korpus besteht im Gegensatz zum ursprünglichen Design aus Ahorn, was in Kombination mit Ahorn-Hals und -Griffbrett einen drahtigen Sound verspricht.

Fender hat die Farbe des Fender Squier Vintage Modified Precision Bass Amber getauft, im Grunde handelt es sich um eine transparente Lackierung, die den Honig-goldenen Farbton des Ahornholzes unterstützt und nach vorne bringt.

Der Hals verfügt über ein angenehmes C-Shape und liegt satt in der Hand. Der Fender Squier Vintage Modified Precision Bass verfügt über eine Mensur von 864 mm (34”), die Sattelbreite beträgt 41,1 mm.

Die 20 Bünde sind sauber in das Griffbrett eingelassen und abgerichtet, so dass angenehmes Spiel gewährleistet ist.

Ganz klassisch verfügt der Fender Squier Vintage Modified Precision Bass über einen Splitcoil-Pickup, in diesem Fall ein Duncan Designed PB101 Split Single-Coil Pickup mit AlNiCo 5 Magneten, der auf einem 3-teiligen schwarzen Pickguard sitzt.

Zum Pickup gesellen sich ein Volume-Poti für die Lautstärkeregelung sowie eine passive Höhenblende. Die Ausgangsbuchse liegt ebenfalls oben auf dem Pickguard.

Gefertigt wird der Fender Squier Vintage Modified Precision Bass in Indonesien, worüber die Prägung auf der Kopfplattenrückseite Auskunft gibt.

Verarbeitungstechnisch hat sich der Fender Squier Vintage Modified Precision Bass auch nichts vorzuwerfen: wie schon erwähnt, die Bünde im Hals sind sauber eingearbeitet, der Hals sitzt schmatzig in der Halstasche und auch an der Eletronik schlackert nichts. Die Mechaniken arbeiten ebenfalls sauber und halten die Stimmung exzellent.

Soundbeispiele

Bei allen Soundbeispielen benutze ich eine Ampeg SVT mit passendem 8×10″ Lautpsrecher-Cabinet zur Verstärkung sowiue ein E-Voice RE 20 zur Abnahme.

Zunächst der Fender Squier Vintage Modified Precision Bass mit Pick gespielt.

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Mit Pick und hal geschlossener Tonblende.
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Mit Fingern und offener Tonblende.
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Mit Fingern und geschlossener Tonblende.
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Fazit
Mit dem Fender Squier Vintage Modified Precision Bass hat sich Fender einem eigenen Klassiker angenommen und diesen mit viel Leidenschaft und Liebe zum Detail in die Neuzeit transportiert. Mit einem Strassenpreis von um die 300 Euro ist der Bass ein Tipp für alle Bass-Ein- und Umsteiger genauso wie für Bassisten, die ein sauber zu bespielendes Instrument benötigen, egal ob als Haupt- oder Zweitinstrument.
Antesten lohnt sich!

Heiko

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