Test: Apple Final Cut Pro X

Nach langem hin und her habe ich mich jetzt doch getraut und mich von meinem liebgewonnen Final Cut Studio Paket verabschiedet und mir Final Cut Pro X aus dem App-Store geladen.

Meine Gründe hierfür sind durchaus vielfältiger Natur, so dass ich diese Euch zunächst mal Nahe bringen möchte.

Da man schwerlich alle Aspekte in einem Artikel behandeln kann, habe ich vor, hier eine kleine Serie draus zu machen, und immer dann was zu posten, wenn meine Arbeit mit Final Cut Pro X neue Erfahrungen liefert.

Was mich elementar an Final Cut Pro 7 störte, war die Arbeitsgeschwindigkeit, zum Beispiel die Notwendigkeit, ständig rendern zu müssen. Nicht selten schaute ich hier verstohlen zu Apples Einsteiger-Videosoftware iMovie, die sich für mich teils performanter und einfach schneller anfühlte. Nicht selten erledigte ich kleinere Clips mit iMovie.

Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass Final Cu mittlerweile viel zu viel Kram mit sich schleppte, den man selten bis gar nicht mehr braucht. Dass ich wirklich mit Bändern gearbeitet habe, ist mittlerweile schon einige Jahre her, genauso wie ich auf Film fotografiert habe.

Meine Hauptanwendung in Sachen Videoschnitt sind nun auch keine Hollywood Blockbuster sondern Image Filme, Sportclips, Musikvideos, Dokumentarisches oder in zunehmendem Maße Webclips.

Auch wenn Final Cut Pro X noch einige Features missen lässt, so kam ich doch zu der Überzeugung, dass die Software eigentlich genau mein Profil trifft.

Neu war nun also der Download über den App-Store, aber der verlief überraschend sanft und unproblematisch, was vielleicht auch damit zusammen hängt, dass ich mich nicht gleich auf den Download gestürzt habe, sondern einige Tage verstreichen ließ.

Nach  45 Minuten  und 239 Euro war Final Cut Pro X dann auch auf meinem Rechner installiert.

Der erste Start war dann zunächst auch mal sehr ungewöhnlich, denn nichts ist mehr so wie es war, und in der Tat, das Layout erinnert eher an iMovie denn an das altbekannte Final Cut.

Für mich das auffälligste zunächst, abgesehen davon, dass Final Cut Pro X sich nun in Ereignissen und Projekten organisiert: es gibt keine klassische Timeline und keine definierten Spuren mehr. Vielmehr spielt sich alles in einem Fenster ab, in dem sich Bild- und Tonmaterial munter durcheinander quirlen lassen.

Gegen diesen Ansatz habe ich damals bei iMovie 7 immer gewettert, habe dies nun aber wirklich zu schätzen gelernt.

Und ich wage auch mal zu behaupten, dass es mit Final Cut Pro X ähnlich laufen wird wie mit iMovie HD und iMovie 7. Auch hier liefen die User zunächst heftig Sturm, so dass sich Apple bereiterklärte, frustrierten iMovie 7 Benutzern für einen Übergangszeitraum Imovie HD zum Download zur Verfügung zu stellen. Aber wer ruft heute noch nach iMovie HD.

Mit etwas Nachdenken findet man sich aber doch recht schnell zurecht in Final Cut Pro X.

Optisch macht Final Cut Pro X auf jeden Fall einen sehr angenehmen Eindruck, die dunkle Farbgebung wirkt wenig anstrengend für die Augen und auch die Fonts sind klar und groß gewählt. Gerade dies war mir in der Vorgängerversionen immer unangenehm ins Auge gestochen, denn die mitunter mikroskopisch kleine Schriftbild war vor allem für Brillenträger mitunter anstrengend.

Die Editierwerkzeuge wie Auswahl, Schneiden oder Trimmen findet man sehr schnell, diese lassen sich auch fix über Tastendruck aufrufen, so dass man recht schnell ein gutes Maß an Geschwindigkeit an den Tag gelegt bekommt.

Was die Perforamce betrifft ist Final Cut Pro X ein ziemlicher Fort schritt zu Final Cut Pro 7, dass sich immer doch gerne selbst ausbremste und bei dem ich ständig mit dem sich drehenden Sat1-Ball zu tun hatte. Auch wenn ich hier noch nicht in die Tiefe gehen konnte, Final Cut Pro X fühlt sich für mich besser an.

 

Soviel mal für’s erste, mehr an demnächst zu Final Cut Pro X.

Heiko

 

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