Musik-Tipp: Magnum Coltrane Price

Magnum wer? Magnum P.I.? Wer so ein gewises Alter mit sich bringt erinnert sich natürlich nur allzu gerne an den Privatdektektiv, der mit geborgtem Ferrari auf Hawaii seine Fälle löste. Damit hat Magnum Coltrane Price aber nicht im entferntesten was zu tun – denn den meisten dürfte der Mann als Bassist von Nils Landgren Funk Unit bekannt sein. Auch mir fiel Magnum Coltrane Price zunächst dort auf, vielleicht auch nicht zuletzt wegen seines charakteristischen Basses von HotWire, der nunmal ins Auge sticht. Vergessen sollte man aber auch nicht, dass der Mann eine interessante Solo-Karriere am Laufen, aus der ich mir mal dei Veröffetnlichung The Getaway aus 2010 heraisgegriffen habe.


Neben seiner Aufgabe als Bassist ist Price auf den 16 Nummern ebenfalls als Sänger zu hören und geht in seiner Rolle als Produzent und Multiinstrumnetalist regelrecht auf.
The Getaway liefert funkige Nummern mir reichlich Soul und Groove und klingt dabei ebenso erdig wie relaxed. Seine Jazz-Wurzeln muss MCP Dabei auch nicht verleugnen.

Natürlich kicken die Basslines mit den Drums so richtig, was anderes hätte ich hier auch nicht erwartet. Und auch wenn die Bläser nicht so dominierend wie bei der Funk Unit sind, so hat sich Price doch u.a. mit Nils Landgren oder Till Brönner und dem ein oder andern Funk Unit-Bläser kompetente Unterstützung aus dieser Richtung gesichert.

Für mich die Highlights schlechthin sind die Party-Nummern Whiskey & Beer, You Got Funk und The Man, wobei gerade letztere Nummer zum echten Ear-Catcher mutiert.

Aber auch wenn Magnum Coltrane Price wie in No More Words in deutlich jazzige Gefilde driftet reicht es doch immer noch, damit es nicht schmalzig oder überladen wird.
Auch wenn Produktionen wie diese gerne mal übersehen werden, reinhören lohnt sich hier auf alle Fälle, nicht nur für Bassisten und Funk Unit-Fans, auch wenn erstere wie auch letztere bestimmt bei diesem Album auf ihre Kosten kommen.

Heiko Wallauer

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