Musik-Tipp: Aaron Gibson "Fly By Night" (All Bass Cover)

E-Bass und Stimme – eine nicht ganz alltägliche Kombination, vor allem, wenn sich ein Sänger gleich auf dem Bass selbst begleitet. Ode ein Bassist zu seinem Bass-Spiel singt. Was im Falle Aaron Gibson am ehesten zutrifft, ist gar nicht so leicht zu sagen. Denn der Musiker aus Oregon ist natürlich zuerst mal ein technisch versierter Bassist mit einem vielfältigen Repertoire. Darüber hinaus begeistert er mich aber auch mit seinen ausdrucksstarken Vocals, die sich hinter seinem Bass-Spiel nicht zu verstecken brauchen.

Beeindruckt bin ich immer wieder von seiner Cover-Version des Rush-Klassikers „Fly By Night“, aus dem Jahr 1975 vom gleichnamigen Album.
Dass Rush-Bassist Geddy Lee aus einer Parallelwelt zu stammen scheint ist natürlich nur eine Vermutung, so mühelos wie er seine Aufgaben als Bassist, Sänger und Keyboarder auf der Bühne meistert. Jeder, der Lee schon mal Live erleben durfte wird das sicher bestätigen.

Keine leichte Aufgabe also, eine Rush-Nummer nur für E-Bass und Stimme zu arrangieren.

Aber seht und hört am besten selbst.

Mehr zu Aaron Gibson, seine Musik, Vidoes und Fotografien gibt es hier.

Fly By Night kann man von Aaron Gibson auch auf iTunes kaufen.

Heiko

17 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für den Link. Stimmt, die Kombi gibt etwas her und ergänzt sich sehr schön.

    In der Tat gibt es nicht viele Bassspieler, die beides gleichzeitig gut hinbekommen. Bekannte Beispiele sind natürlich Sting und Mark King. Wobei mich früher vor allem Sting beeindruckt hat, da die beiden Linien doch „ziemlich unterschiedlich“ gesetzt waren und er das dann auch live überzeugend performed hat. Kennst Du übrigens Al Slavik?

    • Hallo Peter,

      Mark King und Sting sind auch zwei meiner Lieblingsbassisten, wobei ich bei Mark King eher der Bewunderer bin, weil ich technisch nie da hin komme. Sting, vor allem bei The Police, finde ich für mich nachvollziehbarer. Wobei natürlich die Magie erst im Zusammenspiel mit der Stimme entsteht. Und ich bin sehr froh, dass Sting mittlerweile wieder selbst Bass spielt und nicht mehr spielen lässt.

      Al Slavik kannte ich bisher noch nicht, hier darf ich mich für den Tipp bedanken. Guter Sänger und großartiger Bassist. Großartig, die Akkord- und Tappinglinien, vor allem auch die Sachen mit dem Stick, die ich auf Youtube gefunden habe, gefallen mir sehr gut.
      Als wäre er die Symbiose aus Sting, Peter Gabriel und Tony Levin.

      • „Burbon Street“ ist einer der Sting Songs der mir dazu sofort aus seiner Solozeit einfällt. Und es ist so wie Du schreibst, die Magie kommt erst im Zusammenspiel mit der Stimme. Mark King ist natürlich Klasse… und auch eine gute Überleitung zu Al, da der eine zeitlang mit Level 42 auf Tour war. Hatte mal ein paar Emails mit ihm gewechselt, total relaxter, sympathischer Typ. Wobei ich gestehen muss, dass mich bei einem seiner Videos aus Melbourne der Schlagzeuger mindestens genauso beeindruckt hat. Der spielt so Schlagzeug wie andere Leute einkaufen kann… und rein äußerlich, beim Würstelstand würde ich ihm nicht das zutrauen was er so ganz unaufdringlich und unaufgeregt loslegt…. glaube „on the air“ war es.

        Naja, Tony Levin singt zum Glück nicht! Denn das wäre dann, wenn es nur ähnlich gut wie sein Bassspiel wäre, nicht zum Aushalten. 🙂 Nick Beggs kann auch noch ordentlich mit dem Chapman Stick spielen (e.g. „big bubbles, no troubles“ von Ellis, Beggs & Howard)… für einen Synthesizerspieler habe ich wie mir eben auffällt doch eine ziemliche Affinität zu Bassisten.

        • Einen Chapman Stick wollte ich mir auch immer schon mal zulegen, leider sind die Teile ja schwer zu bekommen. Leider kann man da auch nicht so einfach in den nächsten Musikladen
          Nick Beggs hat mich auf dem Stick auch bei Steven Wilson nachhaltig beeindruckt. Der ist auch ein Guter 🙂

          • So ein Instrument zu spielen wäre sicher auch eine technische Herausforderung. Das Teil spielt sich völlig anders als eine Gitarre …

          • Hallo Jörn,

            gerade das würde mich ja reizen 🙂 Leider findet man den Stick relativ selten, selbst gebraucht liegt so ein Instrument (wenn denn mal eins inseriert ist) meist über 1000 Euro.
            Bisher habe ich die Investition immer gescheut.

          • Der hat mich auch immer besonders fasziniert. Schon alleine was Tony Levin damit gemacht hat. Aber ok, dem kann man ja irgendetwas in die Hand drücken und er lässt es extrem gut klingen. Die Basslinie zu „Red Rain“ im Intro ist heute noch ein Hammer für mich. Jedenfalls habe ich es bis zum Fender Jass Bass geschafft um dann festzustellen, dass Anspruch und Ergebnis leider nicht im selben Raum-Zeit-Kontinuum sind. 🙂

            Und ja, freut mich zu lesen, dass es noch jemanden gibt, der Nick Beggs schätzt. Hat der nicht auch bei Kajagoogoo die eine oder andere nette Basslinie beigesteuert…. die sind damals total unter Wert (ver)- beurteilt worden.

          • Hallo Peter,

            doch, Nick Beggs spielt(e) auch bei Kajagoogoo.
            Ich denke, vielen ist auch gar nicht bewusst, dass die Band nach Limahls Weggang noch weitere Nummern veröffentlicht hat und weit mehr zu bieten hatte als ihren einen Hit.
            Und das mit der Vorverurteilung stimmt bestimmt auch.

  2. Hallo Heiko,

    kann ich verstehen! 1.000 Euro (oder mehr) für etwas, von dem man nicht weiß, ob man das langfristig nutzen will … Das würde ich auch nicht machen.

    Weißt du, ob’s in D einen Vertrieb dafür gibt?

    • Hallo Jörn,

      meines Wissens verkauft Emmett Chapman seine Instrumente (leider) nur direkt über seine Webseite stick.com und baut wohl nur auf Bestellung/Kunden-Order.

      Die wohl einfachste Variante wäre wohl das sogenannte Railboard, damit versucht stick.com gerade mal wieder etwas breiter in den Markt zu gehen.

      • Schade. Ich hatte gerade überlegt, ob wir nach dem üblichen Muster einen Test machen könnten. Aber unter den Umständen sieht es wohl eher schwierig aus.

  3. Hallo Heiko,

    kann ich verstehen! 1.000 Euro (oder mehr) für etwas, von dem man nicht weiß, ob man das langfristig nutzen will … Das würde ich auch nicht machen.

    Weißt du, ob’s in D einen Vertrieb dafür gibt?

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