Gerüchte: Apple bereitet den Release von Logic Pro X vor

So tönt es zumindest dieser Tage aus den Weiten des Internets. Logic Pro X soll angeblich kurz vor der Veröffentlichung stehen, was im Grunde ja auch ein längst überfälliger Schritt wäre. Und in Apples Releasezyklen würde dies auch passen, denn “traditionell” ist immer erst Final Cut Pro zum Sommer dran, während Logic dann im September folget.

Im Grunde wäre dies auch alles gar nicht so spektakulär, gäbe es nicht den umstrittenen Release von Final Cut Pro X, mit dem sich Apple vor allem unter den professionellen Usern nicht nur Freunde gemacht hat.


Und so wird man laut  gut informierter Quellen von Seiten der Logic-Entwicklungsabteilung nicht müde zu betonen, dass Logic sich, was Look and Feel angeht, nicht der Einsteigersoftware Garageband annähren  wird, wohl um schon im Vorfeld zu vermeiden, dass sich ein ähnlicher Protest wie zu FCPX manifestieren könnte.

Für recht wahrscheinlich halte ich es dagegen, dass man von Seiten Apple den Verkauf auf den App-Store verlagern wird und das im Moment erhältliche Logic Studio-Paket aufbricht.

Waveburner soll in Logic integriert werden, was ich sehr begrüssen würde.

Mainstage könnte es als eigene App in den Store schaffen, und würde hierdurch seine Reichweite vergrößern, weil das Format nicht nur für Logic-User interessant ist, sondern auch für Musiker, die primär mit Cubase oder Pro Tools arbeiten (mal aupen vor gelassen, dass man dann seine VST- und RTAS-Plugins als Audio Units installieren müsste).

Compressor gehört ja ebenfalls zum Logic Studio, auch hier wäre es konsequent, wenn es nur noch die App Store-Variante gäbe.

Soundtrack könnte es den Kopf kosten, denn konsequent zu Ende gedacht braucht man keine zwei Audio Workstatations, und ich kenne auch niemanden, der mit Soundtrack “richtig” gearbeitet hat, weil Soundtrack irgendwie weder Fisch noch Fleisch war.

Problematisch könnte es mit 20 GB Soundcontent werden, die Logic Studio in Form von Samples und Jampacks beiliegen. Diese über den App Store zu vertreiben dürfte selbst Apples Leitungen zum Glühen bringen. Denkbar wäre hier, dass es hier weiterhin physische Datenträger geben wird, allerdings nicht als DVD, sondern auf  USB-Stick oder Flash Drive etwa.

Mit den Plug-ins auf 64-Bit Basis wie bei FCPX wird es keine Probleme geben, weil Logic diesen Schritt schon in der 9er Version vollzogen hat.

Bleibt also nur noch die Frage, ab welcher OS-Version Logic Pro X laufen wird. Studios und Produzenten sind in der Regel updatefauler als “normale” Nutzer, um Versionskonflikte im Produktionsalltag auszuschließen. Insofern wäre es für Apple ratsam, zumindest noch Snow Leopard oder gar noch Leopard zu unterstützen.

Heiko Wallauer

 

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