Capture One – mein neuer RAW-Converter

Nach Apples Ankündigung Aperture einzustellen und dem Warten auf OS X Yosemite und die Photos App schaue ich mich nach Alternativen am Markt um. Lightroom fällt für mich leider aus, weil mir Adobes Produktpolitik nicht so recht schmecken mag. Zwar gibt es Lightroom immer noch frei verkäuflich, eine Umstellung auf das Abomodell Creative Cloud scheint aber wahrscheinlich. Zwar sind die 9,90 € Einstiegspreis für Photoshop und Lightroom in der CC erst mal kein allzu heftiger Kurs, jedoch stelle ich mir immer die Frage, was passiert, wenn ich das Abo kündige, oder wenn, wie jetzt bei Aperture, eine Software abgekündigt wird. Habe ich eine DVD kann ich die Software zumindest noch so lange weiter nutzen, bis ich durch ein OS-Update dies nicht mehr möglich ist. In diesem Zusammenhang habe ich mir auch Capture One angeschaut.

Zugegeben, ich hatte Capture One gar nicht auf dem Schirm, sondern las über das Programm in einem Beitrag, der sich mit freien und kostenpflichtigen Alternativen zu Aperture auseinandersetzte.

Heute habe ich mir mal ein Foto vorgenommen, welches ich 2013 in Ägypten aufgenommen habe. Das Foto finde ich von den Lichtverhältnissen her kompliziert, weil es an dem Tag zwar sehr sonnig, aber die Luft auch mit reichlich Sandpartikeln durchsetzt war, was im RAW-File so aussieht, als ob ein Schleier vor dem Bild liegen würde.

Mit dem Ergebnis aus Capture One bin ich recht zufrieden.

Ägypten 2013 Capture One

Hier mal zum Vergleich eine Version aus Aftershot Pro, ehemals Bibble, die mich trotz viel Schrauben nicht überzeugen kann.

Ägypten 2013 Aftershot Pro

Ich denke, ich gehe mal mit Capture One die nächsten Schritte.

Heiko Wallauer

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Heiko,

    nachdem ich lange nicht von Aperture lassen mochte, geht’s mir nun so mit Lightroom. Ich mag die Oberfläche der Software nicht sonderlich, aber die gebotenen Funktionen / Möglichkeiten sind klasse. Ich hab Lightroom so konfiguriert, dass es optisch möglichst nah an Aperture ist. Gelingt natürlich nicht, aber es ist besser als die Default-Konfiguration.

    Was die Möglichkeiten betrifft: Die sind in Lightroom so, dass ich nicht mehr darauf verzichten möchte – dabei nutze ich nicht mal annähernd alles. Die Webgalerien, Buch und Diashow hab ich seit meinem endgültigen Wechsel von Aperture nicht einmal aufgemacht.

    Richtig wohl würde ich mich mit Lightroom allerdings nur fühlen, wenn ich wüsste, dass Adobe mir nicht irgendwann das CC-Abomodell aufzwingen will. Sollte das passieren, müsste ich überlegen, wie es dann für mich weitergeht. Da sehe ich zwei Möglichkeiten:

    1. Ich bleibe bei Lightroom 5
    2. Ich akzeptiere das Abo-Modell und wechsle auf die neue Version

    Wenn Adobe da nicht sehr überzeugende Features bietet, werde ich bei der 5er bleiben. Eine andere Software möchte ich derzeit nicht verwenden.

    Ich bin ansonsten neugierig auf „Photos“. Da habe ich immer noch einen Hauch von Hoffnung, dass Apple zeitnah Dinge wie Objektiv- und Perspektiv-Korrekturen liefert. Je eher desto besser. Gute Alternativen könnten Adobe davon abhalten, das Abo-Modell auch auf Lightroom zu übertragen.

    Jörn

  2. Meine Frau und ich waren in Südfrankreich, ich mit Kamera, sie mit Laptop. Da ich nur RAW fotografiere gab es keine Möglichkeit die Fotos am MacBook anzusehen. Nach einigem Suchen im Internet habe ich mir die „trial“ Version von Capture One runtergeladen.

    Zu Hause angekommen, habe ich bis auf Photoshop und Photomatix Pro alle Programme, die auch nur irgendwie mit Fotos zu tun hatten oder haben können von meinen Rechner gelöscht, die Vollversion von Capture One gekauft und bin seitdem ein glücklicher und zufriedener User.

    Meine einzige Sorge ist, dass ich eines Tages „upgraden“ muss und so das seit langem sehr gut laufende System zerstöre. Klar, mit einigen Dingen habe ich bei Capture One nach wie vor zu Kämpfen, diese alle sind aber organisatorischer Natur. Was die Bildbearbeitung betrifft will ich nichts anderes mehr…. vielleicht noch einen eingemessenen Monitor, damit die Ausrede dann auch obsolet ist. 🙂

    Kurzum, ich gratuliere Dir zu Deiner Entscheidung und hoffe, dass Du ebenso glücklich und zufrieden mit diesem Programm bist.

    Liebe Grüße,
    Peter

    • Hallo Peter,

      vielen Dank 🙂
      Für viele ist ja die logische Konsequenz zu Lightroom zu wechseln, nur ich und Lightroom kommen nicht miteinander klar 🙂

      Für nutzte ich Bibble, aber seitdem das Altershot Pro heißt und von Corel vertrieben wird, bin ich damit nicht mehr so glücklich.

      Es gab dann nach Apertures Abkündigung auf irgendeiner Webseite eine Zusammenstellung aktueller RAW-Converter für OS X.
      Ich habe mich dann mehr oder weniger durch alle „durch-gedemoed“ und Capture One gefiel mir von den Ergebnissen und von der Zugänglichkeit her am besten.

      Es scheint so, dass wir da einen ähnlich gelagerten Geschmack haben, was Software betrifft (Du hast ja auch mal mit Digital Performer gearbeitet).

      Viele Grüße!

      • Das sieht in der Tat so aus Heiko. Ich bin einer von gefühlten 15 Digital Performer Usern in DACH. Und das seit 15 Jahren. Ich verwende es jetzt noch ab und zu um meine Files zu finalisieren, oder auch mal um sie in mp3 zu konvertieren. Denn das lässt die Korg Software nicht zu.

        Sehr interessant…. ich glaube es gibt generell nur wenige in Europa die, die beiden Programme am Rechner haben und auch damit arbeiten.

        Liebe Grüße,
        Peter

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