Apple Watch

Glaubt man dem, was durch das Netz geistert, dann soll Apple heute Abend neben dem neuen iPhone 6 und dem iPad Air 2 auch eine Smartwatch, schätzungsweise mit dem Namen iWatch, vorstellen.
Ob man das wirklich braucht?
Uhren am Handgelenk sind für mich mehr oder weniger ein schmuckvolles Accessoire, dass ich mir gönne, ohne es in den meisten Fällen wirklich zu benötigen. Schließlich hat man heute meist überall eine Zeitanzeigefunktion, sei es am Handy/Smartphone, Tablet oder Laptop.
Trotzdem, ohne Armbanduhr fühle ich mich nicht vollständig.

Wobei ich, ganz ehrlich, den klassischen Stil bevorzuge – also (Taucher-)Uhren in Edelstahlgehäuse.

Ei-Watch

Ei-Watch

Daneben besitze ich aber ebenfalls eine Laufuhr von Garmin, die ich zur Zeitnahme und als virtuellen Pacemaker bei Training und Wettkämpfen nutze.
Vor allem bei Wettkämpfen ist es notwendig, sich sein Rennen einzuteilen. Man darf nicht zu schnell loslegen, auf kürzeren Distanzen aber auch nicht trödeln.
Während man sich bei einem Halbmarathon die ersten fünf Kilometer einläuft, setzt bei der 7500m-Distanz an der Marke schon fast der Schlussspurt ein. Im Grunde reicht da auch eine Stoppuhr, wenn der Kilometerstand an der Strecke ausgewiesen ist, eine Garmin Forerunner 10 zum Beispiel bietet aber doch mehr Funktionen.

Ein Indiz dafür, dass die iWatch eher in den Bereich Gesundheits- und Trainingsgadget fällt, ist für mich die geschätzte „maue“ Akkulaufzeit von einem Tag. Auch die Healthkit-Plattform von iOS 8 lässt vermuten, dass die iWatch Daten direkt ans iPhone übermitteln kann.

Ob die Schweiz aber wirklich in Nöten ist, wie Jony Ive sich gegenüber der New York Times äußerte, sobald die iWatch auf den Markt kommt, bleibt abzuwarten.
Selbst ein Apple-Produkt wird schwerlich einer Rolex, Omega oder Breitling den Rang ablaufen.

Konkurrenz könnte Sie aber für die Garmins und Polars dieser Welt sein, wenn Apple es schaffen würde, Mess- und Diagnostikfunktionen, neben der reinen Zeitnahme, in die iWatch zu integrieren bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des iOS-Bedienkomforts. Die Garmin Forerunner 110 habe ich z.B. auf Grund der „einfachen Menüführung“ wieder zurück gegeben und laufe statt dessen mit der „einfacheren“ Forerunner 10.

Was wäre mir als Sportler bei der iWatch noch wichtig, damit sie mich reizen könnte?
Eine ausgefeiltere GPS-Ortung. Diese ist bei den Produkten anderer Hersteller nicht immer zufriedenstellend. Gerade in dicht bebauten Gebieten oder bei wolkigem Himmel macht meine Germin mitunter Zicken.
Nahtlose Übertragung der Trainingsergebnisse auf eine wie auch immer geartete Plattform (schätzungsweise irgendwas mit (Healthkit) gerne aber auch in iCloud oder einfach in Excel/Numbers.
Communityfunktionen für Sportler sind immer was schönes.
Wasserdicht auf jeden Fall, damit man das gerät sowohl beim Laufen und Schwimmen nutzen könnte.
Und eben die erwähnte einfache Benutzerführung.

Unter diesen Aspekten bin ich doch etwas gespannt auf heute abend, wobei ich mir die Keynote nicht live anschaue, weil ich mit meiner Band probe. Für mich dann die Zusammenfassung.

Heiko Wallauer

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Auf die iWatch bin ich neugierig. Nicht, weil ich sie (nach aktuellem Kenntnisstand) brauche, sondern mehr deshalb, weil ich sehen möchte, welche Ideen Apple da hineingesteckt hat.

    Ich bin aber auch auf die neuen iPhones gespannt. Vor allem darauf, was die integrierten Kameras zu bieten haben.

    • Hallo Jörn,

      nun ist sie ja raus, die Apple Watch.
      Ich muss sagen, als Zeitnehmer finde ich Sie nicht schick genug (siehe oben Taucheruhren im Edelstahlgehäuse).
      Aber als Alternative zu Garmin Forerunner und Co. finde ich die Watch Sport durchaus vorstellbar im Sportbereich, da der Preis voraussichtlich auch im Bereich einer höherpreisigen Laufuhr liegen wird.
      Wenn die GPS-Ortung dann auch noch besser läuft als bei Standardprodukten wäre das fein.

      • Hallo Heiko,

        ja, sie ist raus, aber ich bin immer noch unentschlossen, was ich von dem Teil halten soll. Die Uhr ist edel gemacht, aber ich mag keine eckigen Formen auf dem Handgelenk. Ich hätte mir eine runde Uhr gewünscht. Da ist die Motorola-Version irgendwie schicker. Die würde ich aber erst recht nicht kaufen.

        Wenn ich jetzt eine Uhr haben wollte, würde es wohl eine schlichte, analoge werden. Für alles andere genügt mir das iPhone.

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