Apple Final Cut Pro X und unmoralische Angebote

Apples Release von Final Cut Pro X hat für einigen Wirbel unter professionellen Videoleuten gesorgt. Denn Apple hat FCP X so von Grundauf neu programmiert, dass einige Pro-Features einfach unter den Tisch gefallen sind, was manchem Pro-Anwender nicht wirklich schmecken möchte. Da macht schon das Wort von iMovie Pro die Runde.

Kein Wunder also, dass die Mitbewerber wechselwilligen FCP-Usern unmoralische Angebote unterbreiten.

Der Preis für Final Cut Pro X, welches nicht mehr als Studio Paket erhältlich ist, sondern nur noch über den App-Store geladen werden kann, liegt im Moment bei 239,99 Euro. Zusätzliche Anwendungen wie Motion oder Compressor müssten gegebenen separat erworben werden.

Avid reagierte schon bei der Vorankündigung von FCP prompt und macht Final Cut-Usern den Umstieg auf den aktuellen Media Composer für 939 Euro schmackhaft.

Noch günstiger macht es im Moment Adobe mit der Schnittsoftware Premiere Pro, die man zum Kampfpreis von 179 Euro und dem Code „Switch“  über den Webshop von Adobe anbietet.

Nicht dass ich Avid und Adobe für politisch korrekter halte, und der Media Composer auch für unter 1000 Euro mir noch zu teuer ist, aber Premiere CS 5.5 ab 179 Euro ist durchaus eine Ansage….die komplette CS5.5 Production Premium kostet derzeit ab 399 Euro bei Adobe….auch wenn die Update- und Promotioncode-Arie etwas sehr verzwickt und nicht sehr nah am Endkunden scheint, da ist der Einkauf im App-Store doch um einiges komfortabler.
und auch die Lion-Funktionalität scheint gegeben, laut dem, was man in den gängigen Blogs liest, so dass Adobe hier nicht noch mal mit einem Upgrade kräftig zur Kasse bittet.

Vom Prinzip her interessiert mich FCPX schon sehr, weil ich die „alte“ Version teilweise für sehr überfrachtet halte und Apple da Sachen mitschleppt, die man heute nicht mehr unbedingt braucht…..ich hab schon seit Jahren nicht mehr mit Bändern gearbeitet….und für meine  Anwendungen, also Messefilme, Imagefilme, Sport-Clips, Online-Videos, scheint mir FCPX eher die richtigere, schnellere Wahl zu sein.
Bei vielen Negativmeinungen habe  ich das Gefühl, die Leute haben die Software installiert, ohne mal ansatzweise sich über Funktionsumfang und Änderungen zu informieren.
Bei Slashcam.de gibt es dagegen einen sehr fundierten Praxisbericht, wer den noch nicht kennt.

Der RED-Support wird kommen, einzig fehlende Möglichkeiten, einen professionellen Preview-Monitor zu betreiben, finde ich etwas ungewöhnlich.

Heiko

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