Apple Aperture – und was aus Logic und Final Cut wird

Dieser Tage lies Apple die Bombe platzen, stellte man bei der geneigten Userschaft mit der Ankündigung, Aperture einstellen zu wollen, doch so manchen Fotobegeisterten vor vollendete Tatsachen. Der ein oder andere unkte zwar schon des längeren, dass es mit der Zukunft um Aperture nicht besonders bestellt sei und dass die App wohl nie den Sprung auf das große X machen wird. Doch Die Hoffnung stirbt ja auch in Cupertino zuletzt.

Nun ist also klar, Photos soll in Zukunft Aperture und iPhoto zusammenfassen und ersetzen.
Wie und was Photos zu leisten mag, lässt sich heute natürlich schwer sagen. Ich vermute aber mal, dass Apple auch hier die App funktionell „entschärfen“ wird, um dem ambitionierten Hobbyisten den schnellen Einstieg zu ermöglichen bei einer besseren Ergebnis-Ausbeute als bei iPhoto. Kein Wunder also, dass die Profi-Fotografen schon das Heulen und Zähneklappern anfangen.

Wenn Apple dann schon mal am umstrukturieren ist, wird auch der ein oder andere alte Zopf gleich mit abgeschnitten. Zwar sollen Logic und Final Cut verschont bleiben, ich habe mir da aber ein ganz eigenes Szenario zurecht gelegt.

Apple Final Cut Pro X

Was Final Cut und Logic angeht, denke ich ebenfalls, dass es nach Aperture früher oder später auch diese Programme „erwischen“ wird, bzw. das eine Konsolidierung stattfinden wird.
Warum?
Die Aufteilung in „i“-Programme (iMovie, iPhoto, GarageBand) und Pro-Programme (Logic, Final Cut, Aperture) war den beiden Produktlinien geschuldet, die Steve Jobs nach seiner Rückkehr zu Apple entworfen hat – also iBook und iMac für den Heimanwender und PowerBook und PowerMac, bzw. später MacBook Pro und MacPro für den professionellen Markt. Diese Aufteilung ist ja schon länger mehr oder weniger hinfällig, vielmehr sieht sich Apple mit der Aufgabe behaftet OS X und iOS zu harmonisieren.
Apple sieht den Fokus seiner Usergruppe nicht mehr im kreativ-professionellen Bereich, sondern in der Vernetzung unterschiedlichster (digitaler) Lebensbereiche, wie z.B. die Implementierung von HomeKit und HealthKit in iOS 8 zeigt.
Insofern wäre es also nur konsequent, wenn Apple Logic und GaragBand zu einer App zusammenfassen würde und Final Cut und iMovie eins werden. Oder, was mir gut gefallen könnte, eine große App zur Musikproduktion, Audiobearbeitung, für den NLE-Videoschnitt und Postproduction. Aber wir werden sehen – spätestens mit OS X Yosemite und iOS 8.

Heiko Wallauer

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