Test: Elgato turbo.246.HD Software Edition

Wer mit Video arbeitet verbringt viel Zeit mit Warten. Zeit, bis die Files auf dem Rechner sind, Zeit bis er fertige Film gerendert ist und Zeit, bis die Files dann auf den bekannten Onlineportalen hochgeladen sind. Zeitersparnis verspricht nun turbo.246 HD von Elgato in der Software Edition.


Denn das Ziel von turbo.246 HD ist es, Videoformate weitaus schneller zu konvertieren, als dies mit den gängigen Bordmitteln möglich sei. Elgato bietet auch eine hardwarebeschleunigte Version des turbo.246 HD an, hier schauen wir uns aber die Software Edition an.

Die Formatvielfalt ist heute doch sehr diversifiziert, abhängig von verwendeter Kamera, bzw. deren Codec, Schnittprogramm und gewünschter Ausgabeoption.

Elgato turbo.246 HD unterstützt folgende Eingangsformate:
AVCHD Video, QuickTime, AVI, DV, WMV, MPEG-1, MPEG-2 Program/Transport Stream, MPEG-4, MP4, M4V, .MTS, H.263, H.264 AVC, Xvid, und VIDEO_TS.

Ausgabeseitig kann die Software folgende Formate bereitstellen:
iPad, iPhone, iPod, Apple TV, YouTube, YouTube HD, HD 720p, HD 1080p, Sony PSP®, ebenso aber auch benutzerspezifische Formateinstellungen.

Die meisten Gebrauchsvideos produziere ich z.B. heute zum großen Teil für den Upload auf Youtube oder Webseiten, und so kann das rendern und hochladen durchaus zur Geduldsprobe werden.

Installation und Autorisation
Das passende Programmfile ist schnell runtergeladen, die Autorisation erfolgt über die zugehörige Seriennummer, die beim ersten Programmstart abgefragt wird. Zur Installation genügt es, dass Image zu laden und zu öffnen, um dann das Programmfile direkt in den gewünschten Ordner auf der Festplatte zu ziehen.

Interface
Die Software besticht durch ihre klare und aufgeräumte Oberfläche ganz so, wie man es von OS X kennt. Zum Konvertieren eines Videos genügt es, das Video per drag & drop auf der Programmoberfläche ablegen.

Alternativ lassen sich die Files aber auch über entsprechende Einträge in der Menüleiste oder den „+“-Button hinzufügen. Die Software erstellt automatisch Thumbnails für die Clips, die Auskunft über deren Inhalt geben.

Das Programm verfügt über eine rudimentäre Schnittfunktion, mit der sich Videos grob in Form bringen lassen. Das hilft schon mal, überschüssiges Material zu Anfang und Ende zu kürzen, für dezidiertere Aufgaben wie Übergange und Blenden braucht man aber doch eine Schnittsoftware, im einfachsten Fall iMovie oder eben Final Cut (Express). Ist ein AVCHD Camcorder angeschlossen, lassen sich die dort gespeicherten Clips direkt über “Add Camera” in die Software importieren.
Die Export-Funktionen sind für den Standardgebrauch klar definiert, so finden sich reichlich Presets für den Export in iTunes oder auf Youtube. Selbstverständlich kann Elgato turbo.246 HD in der Software Edition die konvertierten Files auch gleich in iTunes bereitstellen oder in Youtube hochladen.
Die Presets sind gut, bergen aber auch gewisse Gefahren, denn abhängig vom Ausgangsmaterial kann es zu durchaus besseren Ergebnissen führen, an den entsprechenden Einstellungen selbst zu drehen. Egal bei welchem Konverter, ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, immer erstmal eine Minute Material mit verschiedenen Einstellungen zu bearbeiten, um dann die Ergebnisse zu vergleichen.

Da die Software-Edition ohne Hardwarebeschleuniger auskommen muss, sind die Renderzeiten stark von den gewählten Exporteinstellungen abhängig. Legt man Wert auf höchste Qualität schlägt sich die Software zwar mitunter etwas besser als etwa der Export mit Quicktime, das Geschwindigkeitswunder bleibt dann aber aus.
Insofern stellt sich natürlich die Frage für wen die Software-Edition dann gemacht ist? Ich würde die Software den Leuten empfehlen, die sehr oft Konvertierungsaufgaben für eine spezielle Plattform erledigen müssen. Die Stapelverarbeitung der Clips ist wirklich eine angenehme Sache.
Wer also seine Videos exklusiv auf dem iPad anschaut oder auf Youtube hoch lädt und auf den Geschwindigkeitsvorteil durch die Hardware verzichten kann, ist mit Elgatos Software mit Sicherheit gut bedient.
Wer ab und an mal ein Wochenendvideo bearbeitet oder nur seine Urlaubsvideos für sein iPad tauglich machen möchte, für den ist Elgato turbo.246 HD Software Edition bestimmt auch eine Überlegung wert.
Wer aber wirklich Wert auf Zeitersparnis legt, viele Files konvertiert und eh ständig am warten ist, sollte sich doch abwägen, ob er nicht besser zur hardwarebeschleunigten Version greift, zumal der Preis von ehemals UVP 150 Euro momentan bei diversen Online-Anbietern auf 90 Euro gefallen ist. Zwar kostet die Softwarevariante entsprechend weniger und ist mit 49 Euro sehr günstig, trotzdem die ca. 40 Euro mehr wären im Zweifelsfall gut angelegt.

Fazit:
Unabhängig davon ist Elgato turbo.246 HD Software Edition ein einfach zu bedienendes Programm, welches dem Thema Formatkonvertierung den Schrecken nimmt. Durch die klare Strukturiertheit und die schlüssigen Abläufe kann man die eigentlich langweilige Tätigkeit der Formatkonvertierung entspannt erledigen und sich den Kopf für kreativere Prozesse freihalten.

Heiko

Systemvoraussetzungen (Herstellerangaben):

Apple Computer mit Intel Core Prozessor
512 MB RAM
Mac OS X 10.5.8 Leopard (oder neuer)
QuickTime 7.6 (oder neuer)

Preis: 49 Euro

Schreibe einen Kommentar